Die Daten im Kochtopf der Zukunft: Interview mit der Schweizer Marmite Professional

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Das Schweizer Magazin Marmite ist die älteste Gourmetzeitschrift des Landes und hat die Esskultur in der Schweiz massgeblich mitgeprägt und über Jahrzehnte dokumentiert.

Zusammen mit meinem Ko-Autor Olaf Deininger haben ich dem “Professional” Ableger des Magazins ein längeres Interview über die digitale Zukunft im und um den Kochtopf gegeben.

Mehr Info zum Magazin auf marmite.ch

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Das Team vom Marmite Magazin, hat für die aktuelle Kiosk-Ausgabe auch noch einmal bei mir nachgefragt: “Was haben Schnitzel mit Algorithmen zu tun.” Nachzulesen in der Juni-Ausgabe 2021.

Berufung in die Jury des Innovationspreises Moderne Landwirtschaft

Das erste autonom fahrende Fahrzeug habe ich “live” auf einem Acker bewundern dürfen. Es war ein Trecker der satellitengesteuert über einen Bio-Getreideacker fuhr.

Die Landwirtschaft ist eine der innovativsten Branchen der Wirtschaft und wird jedoch oft nicht als solche gesehen. Hier tummeln sich nicht nur innovative Landwirt:innen sondern auch Forscher:innen oder Gründer:innen von Startups. Sie stellen bisherige Produktionsmethoden in Frage und haben teils faszinierende Lösungen für die Zukunft auf unseren Tellern zu bieten.

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Ich habe mich daher sehr über die Anfrage gefreut als Jurymitglied beim Innovationspreis Moderne Landwirtschaft dabei zu sein.

Der Preis soll “mehr Anreize für zukunftsfähige Lösungen für die Entwicklung der Landwirtschaft allgemein sowie für Herausforderungen im Klima-, Umwelt- und Artenschutz finden und diesen auch die entsprechende Öffentlichkeit zu verschaffen”.

Innovativ:innen können sich ab sofort in den Kategorien “Forschung”, “Startups” und “Kooperation” bewerben.

FOOD CODE: Die Podcast Tour zur Buchveröffentlichung

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Im Rahmen der Buchveröffentlichung von FOOD CODE 📱 🍽️ haben mein Ko-Autor Olaf Deininger und ich einige Stunden vor dem Mikrofon verbracht und mit einigen der spannendsten Food- & Tech-Podcasts über die Digitalisierung auf und um unsre Teller gesprochen. Viel Spaß beim Nachhören! Mehr Informationen rund um unser Buch finden sich auf ➡️ www.food-code.de


Foodure

“Foodaktivist Hendrik Haase und Journalist Olaf Deininger haben mit Food Code ein längst überfälliges Buch über das bunte, digitale Zukunftsmenü geschrieben.”

Maria Kufeld und Vincent Fricke vom Podcast foodure

Mit Maria und Vincent haben wir darüber gesprochen warum Essen nichts anderes ist als Politik und wir über Stadtwerke für IT nachdenken sollten, wie es in der Googlekantine schmeckt und selbstlernende Algorithmen Gutes tun können und was das alles mit Pistazieneis zu tun hat.


Am Esstisch mit Steffen Dörr

“Ich möchte das wir uns austauschen. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch. Es geht darum, offen zu sein, Neues anzunehmen sowie um Verantwortung. Veränderung beginnt immer in unseren Köpfen und auf unseren Tellern.”

Steffen Dörr ist Experte für Public Health und Ernährung.

In seinem Ernährungspodcast “am Esstisch” haben wir uns ausgiebig über Künstliche Intelligenz im Foodsektor unterhalten. Steffen hat daraus gleich zwei Folgen gemacht.

In der ersten Folge geht es um den Einfluss von KI auf die Arbeit in der Landwirtschaft, die ersten Roboter über unsere Felder rollen und ob Landwirtschaft 4.0 die nötige politische Aufmerksamkeit erfährt.

Weiterhin geht es um Daten, die entlang der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln entstehen, die Supermärkte der Zukunft und die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt.


STRG-ALT-ENTF:
Der Tech-Podcast des Bitkom

Im Podcast des Branchenverbandes Bitkom hört man Vorträge und Talks rund um die Digitalisierung aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.

Der Dachverband der digitalen Wirtschaft in Deutschland wurde 1999 gegründet. Ihm gehören heute mehr als 2.700 Unternehmen an, unter ihnen gut 1.000 Mittelständler, über 500 Startups und nahezu alle Global Player.

Diese Folge Strg-Alt-Entf sollte man nicht hungrig hören:

Es geht um Essen – und darum, was digitale Technologien mit unserer Ernährung zu tun haben. Olaf Deininger und Hendrik Haase sagen: eine ganze Menge. Die beiden haben das Buch „Foodcode – Wie wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten“ geschrieben. Im Podcast erzählen sie, warum jetzt schon nichts mehr ohne Digitalisierung geht, wie viel Informationen das Smartphone der Supermarkt-Banane entlocken kann und warum wir alle besser essen werden, wenn wir uns mit Algorithmen und KI beschäftigen.


Der Food Experten Podcast
mit Tobias Gross

Wie lässt sich Food Waste reduzieren? Was haben vernetzte Küchengeräte mit unseren Essgewohnheiten zu tun? Wie können Start-ups von Technologien profitieren?

Mit Tobias Gross sind wir diesen und einigen weiteren Fragen auf der Spur. Wir hangeln uns vom Landwirt, über die Haushaltsküche bis zum Gastronomen und betrachten, welche Rolle Technologie dort überall spielt. Diese Folge ist jedoch keine Reise in die Utopien der Zukunft, sondern eine Bestandsaufnahme mit internationalem Vergleich.

 

Umessen - Das Kochbuch für eine bessere Welt

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Als mir Lea Elçi ihr erstes Kochbuch geschickt hat war dies noch im Selbstverlag gedruckt und produziert worden. Entworfen und geschrieben hat die 16-jährige ihr “Kochbuch für eine bessere Welt” ganz nebenbei, also neben der Schule. Ihre Ideen und Rezepte sorgten sofort für viel Aufmerksamkeit.

Als Teil der “Generation Greta” hat Lea sich und anderen Fragen gestellt. Wie geht es weiter auf dem Teller angesichts des Klimawandels? Darf man heute noch Fleisch essen? Muss man häufiger selber kochen? …und vor allem was?

Jetzt ist ihr Buch “Umessen”” dicker, größer und schöner im Brandstätter Verlag erschienen und überall erhältlich. Drinnen finden sich nicht nur tolle Rezepte sondern auch Interviews u.a. mit Tim Mälzer, Renate Künast und auch mir.

Es ist verdammt cool geworden und zeigt wie viel Spaß gutes und klimagerechtes Essen machen kann. Es reiht sich ein in die Kochbücher mit Köpfchen, die statt 1000den neuen Rezepten, die man eh schon überall findet, weiterdenken – über eine genießbare Zukunft, die unsere gemeinsamen Ressourcen nicht plündert sondern schützt.

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Podcast-Interview: "Biologisch Abhörbar"

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Als Expertin für Bio und Nachhaltigkeit ist Agenturinhaberin Kati Drescher Gastgeberin eines neuen Podcasts. Kati kenne ich schon lange von Messen und Veranstaltungen aus der Bio-Szene.

Für ihren neuen Podcast lädt sie Macher*innen und Vordenker*innen aus der Bio-Branche aus der ecoCommunity zusammen an einen Tisch zum Gespräch.

In Episode 2: “Wie wird Technologie die Biobranche verändern?” hat sie mit mir über die digitale Revolution in der Bio-Welt gesprochen.

Was haben Serverfarmen mit Landwirtschaft zu tun? Welche Algorithmen nutzt die Lebensmittelbranche? Über diese und viele andere spannende Fragen rund um die Vor- und Nachteile, die die Technologie der Biobranche bringt geht es in “Ökologisch Abhörbar.”

Viel Spaß beim Nachhören!

“Kulinarische Digitalisierung” - Fachgespräch mit Bündnis 90 / die Grünen im Bundestag

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Am 15.3. haben die Abgeordneten Renate Künast und Markus Tressel von Bündnis 90/Die Grünen ein Online-Fachgespräch im Bundestag zum Thema „Wie Digitalisierung unser Essen verändert“ ausgerichtet, als Fachleute eingeladen waren Dr. Nele Kampffmeyer vom Ökoinstitut e.V. und ich als Foodaktivist und Mitautor von „Food Code“.

Beim Fachgespräch standen folgenden Fragen im Mittelpunkt:

Wer profitiert von der kulinarischen Digitalisierung?
An wen gehen die Daten und wie werden sie verwertet?
Wie behalten wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen?
Wie unsere Datenhoheit?

Renate Künast MdB stellte in ihrem Fazit fest, dass die kulinarische Digitalisierung definierten Zwecken unterliegen müsse. Dazu gehörten klare Kriterien für Algorithmen sowie eine Definition, was private und was öffentliche Daten seien. Außerdem müsse man festlegen, was gespeichert wird und an welchen Orten. Man dürfe es nicht den Konzernen überlassen, die Regeln zu definieren, sondern die Politik müsse diese Verbraucherschutzfragen beantworten und regeln.

 

Podcast: Deutschland3000 - 'ne gute Stunde mit Eva Schulz

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Wenn man jemand anderen kennenlernt, erfährt man immer auch was Neues über sich selbst. Deshalb trifft die Journalistin Eva Schulz jede Woche Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen, irgendwo zwischen Pop und Politik, zum Interview - und macht sich so ihre Gedanken.

Eva Schulz hat mich in meiner Küche besucht und mit ihm im Deutschland3000 Podcast über die Zukunft auf dem Teller gesprochen. Wir sprechen über Fleisch, Food Code und Gerechtigkeit auf und um den Teller. Viel Spaß beim Nachhören!

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SZ-Interview: Wie Digitalisierung unsere Ernährung und Esskultur verändert

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Wie sieht die Zukunft unserer Esskultur in Zeiten technologischen und ökologischen Wandels aus?

Darüber haben mein Ko-Autor Olaf Deininger und ich gut drei Stunden mit Marten Rolff von der Süddeutschen Zeitung gesprochen.

Die Essenz des Gesprächs findet sich in der Wochenendausgabe vom 20./21.2. und online auf süddeutsche.de.

Unser Buch Food Code erscheint am 24.2. und ist überall im Buchhandel zu finden.

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Buchbeitrag: Warum die Grünen eine Ernährungswende nur mit einer Technologiewende erreichen werden

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Sind Bündnis 90/Die Grünen auf dem Weg zu einer neuen Volkspartei? Und wie viel alternative Prinzipienfestigkeit kann sich eine Partei leisten, die breitere Bevölkerungsschichten vertreten will?

Antworten, die für die Zukunft der Partei entscheidend sind, will ein neues Buch geben.

Beiträge dafür liefern u.a. Philipp Amthor, Joschka Fischer, Katrin Göring-Eckardt, Winfried Kretschmann, Renate Künast, Luisa Neubauer, Cem Özdemir, Boris Palmer, Wolfgang Schäuble, Annette Schavan, Rezzo Schlauch, Olaf Scholz, oder Frank-Walter Steinmeier.

Ich durfte mich dem Thema der Zukunft der Ernährung widmen:

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”Das Buch möchte Debatten ermöglichen, und zeigen, dass es eine Generation gibt, die Ökologie radikaler denkt. »Avantgarde oder angepasst?« macht deutlich: Entweder prägen die Grünen die Gegenwart oder sie werden von ihr überholt.”

Interview: Wo Digitalisierung unsere Lebensmittel & Esskultur verändert

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mich im Rahmen der ersten digitalen Internationalen Grünen Woche 2021 interviewt.

Das Interview und viele weitere interessante Videos finden sich auf der Smart4Life-Plattform des BMEL. Viele Beiträge widmen sich dem Thema Digitalisierung vom Acker bis zum Teller. “Alles frei Haus und zum immer wieder Anschauen.”

Talk zum Nutri-Score: Wie ein Algorithmus Toast zum gesunden Lebensmittel erklärt – oder doch nicht?

Zusammen mit Experten der Verbraucherzentrale Bundesverband, dem Max Rubner-Institut, des Lebensmittelverbands Deutschland e.V. sowie des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung habe ich auf der Grünen Woche 2021 über Nutri-Score und gesunde Ernährung gsprochen.

Vor ein paar Tagen fing es auf Twitter an. Dort bin ich über ein Toastbrot gestolpert, das den Nutri-Score “A” für „hohen ernährungsphysiologischen Wert“ trägt.

Verdutzt war ich dann als ich im Supermarkt feststellen musste, dass das weiße Toastbrot vom Nutri-Score Algorithmus sogar besser bewertet wird als Bio-Toast mit hohem Vollkorn-Anteil.

Ich frage mit daher wirklich. Wie gut ist der Algorithmus hinter dem Nutri-Score? Welche Rolle spielen Esskultur und Gesundheit bei der Bewertung?

Seht selbst was die Experten antworten:

Toastbrot mit zweifelhafter Nutri-Score Bewertung im Supermarktregal

Toastbrot mit zweifelhafter Nutri-Score Bewertung im Supermarktregal

"Vordenker unserer Zeit" in Feinschmecker Magazin Sonderausgabe 2020

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In der aktuellen Ausgabe des Feinschmeckers werden 8 Persönlichkeiten gewürdigt, “die etwas geleistet haben, das für nachhaltige Veränderungen gesorgt hat”.

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Darunter Koryphäen wie Nathan Myhrvold, ehemaliger Cheftechnologe von Microsoft und heute in der kulinarischen Welt als Herausgeber der „Modernist Cuisine“-Reihe bekannt. Dabei ist auch Mette Lykke, die als CEO des Start-ups „Too Good To Go“ Millionen Menschen zum Kampf gegen Lebensmittelverschwendung inspieriert.  

Über mich schreibt der Feinschmecker:

“Haase setzt sich unermüdlich für gute Lebensmittel ein, plädiert für eine nachhaltige Küche (vom Acker bis auf den Teller) und sieht die Digitalisierung des Essens nicht als Utopie, sondern als Chance.”

Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes “geehrt” in dieser Riege dabei zu sein! Das Heft gibt es überall im Zeitschriftenhandel und hier online zu erwerben.

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Mut zu mehr Genuss! Laudatio auf die Allgäuer Genussmacher 2020

Was zeichnet Persönlichkeiten aus, die einer Region zu mehr Genuss verhelfen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Jury des Preises "Allgäuer Genussmacher“ im Sommer. Wie schon im Vorjahr war ich auch 2020 Teil dieses Gremiums der Meckatzer Brauerei. Bei der Preisverleihung am 27. September durfte ich diesmal mit großer Freude die Laudatio auf die Preisträger in der Kategorie Persönlichkeit halten.

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Persönlichkeiten braucht Mut. Mut neu anzufangen. Mut etwas anders zu machen oder einfach da weiter zumachen wo es hart wird.

Die Meckatzer Brauerei, Initiator des Allgäuer Genussmacher Preises, der die Vielfalt an kulinarischen Produkten, Initiativen und Persönlichkeiten im Allgäu hervorheben soll, kann davon ein Lied singen. Nur dem Mut und dem Durchhaltevermögen der Ahnfrau Lena Weiss Mitte des 19. Jahrhunderts ist es nach dem frühen Tod ihres Mannes (dem Gründer der Brauerei) zu verdanken, dass wir heute noch das Meckatzer Bier trinken können. Sie machte in schwierigen Zeiten weiter und rettete die Brauerei.

Josef Ellgass, Hotelier, Gastronom und Rinderzüchter in mitten seiner Pinzgauer  auf der Allgäuer Alm

Josef Ellgass, Hotelier, Gastronom und Rinderzüchter in mitten seiner Pinzgauer auf der Allgäuer Alm

Der Mut der Preisträger der Allgäuer Genussmacher ebenfalls gewaltig.

Josef, Astrid und Felix Ellgass betreiben im kleinen Westallgäuer Dörfchen Eglofs ein Restaurant mit angeschlossener Landwirtschaft und seit 2017 auch ein Hotel an einem der schönsten Dorfplätze Deutschlands.

In der Region wurden ihre Pläne zunächst belächelt die alte Scheune neben dem alt eingesessenen Restaurant abzureißen und durch einen modernen Hotelbau zu ersetzen: So etwas baut man doch hier nicht hin!

Heute steht neben der denkmalgeschützten Hofwirtschaft moderne Architektur, die Aspekte der Nachhaltigkeit mit Tradition vereint. Der Bau ist inzwischen mit dem German Design Award 2020 ausgezeichnet.

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Genauso viel Verwunderung und Häme brachte die landwirtschaftliche Entscheidung der Familie ein, ab sofort auf eine alte Rinderrasse, die Pinzgauer Rinder zu setzen.

Die braun gefleckten Tiere, die viele Bauern schon längst abgeschrieben haben, weil sie zu langsam wachsen, nach modernen Gesichtspunkten nicht genug Milch oder Fleisch geben, begeistern jedoch Josef Ellgass, der nicht nur in der Küche der Hofwirtschaft steht, sondern sich auch um die Landwirtschaft der Familie kümmert.

Als Bauer sah er wie genügsam, robust und perfekt angepasst an die Landschaft und das Klima die Pinzgauer Rinder sind und als Gastronom merkte er wieviel Aroma ihr Fleisch besitzt, wenn man es kreativ zubereitet.

Mit Sohn Felix Ellgass, steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern die Landwirtschaft weiter zu führen.

Mit Sohn Felix Ellgass, steht bereits die nächste Generation in den Startlöchern die Landwirtschaft weiter zu führen.

Das Ragout aus Herz und Zunge der eigenen Rinder wird in der Hofwirtschaft der Familie Ellgass ganz selbstverständlich neben Steak und Siedfleisch serviert.

Das Ragout aus Herz und Zunge der eigenen Rinder wird in der Hofwirtschaft der Familie Ellgass ganz selbstverständlich neben Steak und Siedfleisch serviert.

Der erfolgreiche Rinderzüchter und Gastronom wird inzwischen international eingeladen seine Nose-to-tail Küche vor Publikum vorzuführen. Denn nur Steak von den eigenen Rindern auf die Karte zu setzen rechnet sich nicht. Inzwischen finden sich immer mehr köstliche Produkte aus der Region auf den Tellern der Hofwirtschaft: Regionaler Käse, Spätzle aus Mehl von der lokalen Mühle oder Strohschweine.

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Wer mit der Familie Ellgass spricht kann hören wie stolz und überzeugt sie von ihrem Konzept sind, dass sich auch in der Corona-Krise ausgezahlt hat. Immer mehr Gäste kommen zu ihnen nach Eglofs auf der Suche nach einem nachhaltigen Genusserlebnis.

In der Stadt vergessen wir häufig wie hart es auf dem Land ist, etwas anders zu machen und von der Norm abzuweichen. Wir unterschätzen den Mut den es braucht durchzuhalten, lange Zeit auf Schulterklopfen zu verzichten und trotzdem weiterzumachen.

Für nachhaltigen Genuss braucht es Persönlichkeiten und das nicht nur in Berlin, Hamburg oder München, sondern genauso in Orten wie Himmelpforten, Jüterborg oder Eglofs. Es hat mich daher sehr gefreut Sepp, Astrid und Felix den Meckatzer Löwen zu überreichen.

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Neben der Familie Ellgass wurden auch Lena Behrends und Bene Beßler von der Sennalpe Mitterhaus in Bad Hindelang und die Initiative Allgäuer Hornochse aus Kempten von der Meckatzer Löwenbräu als Allgäuer GenussMacher 2020 ausgezeichnet. Die Preisträger erhielten neben dem Meckatzer Löwen jeweils 5000 Euro, die sie einem anderen herausragenden Genussmacher-Projekt spenden müssen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Menschen, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise dem Thema Genuss im Allgäu verschrieben haben, miteinander zu vernetzen und zu fördern.

Wie sieht die Ernährung der Zukunft aus? - Panel beim Internationalen Literaturfestival 2020 in Berlin

Auf der Bühne des Futuriums: Jan Grossarth, Hendrik Haase und Anna Zilahi

Auf der Bühne des Futuriums: Jan Grossarth, Hendrik Haase und Anna Zilahi

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“Angesichts einer beständig wachsenden Weltbevölkerung bedarf es neuer Konzepte für unsere Ernährung sowie in der Landwirtschaft, um in Zukunft die gesamte Menschheit nachhaltig ernähren zu können", stellten die Veranstalter des internationalen Literaturfestivals 2020 fest.

Auf dem Podium nahe der Spree im Futurium Berlin versuchten so an einem Septembernachmittag Anna Zilahi, eine ungarische Eco-Poetin und Künstlerin sowie Agrarexperte und Journalist Jan Grossarth Antworten auf Zukunftsfragen unserer Ernährung zu finden.

Ich durfte die Runde moderieren und mit neuen Impulsen versorgen. Während der gut einstündigen Veranstaltung enspann sich so eine interessante Diskussion um Generations- und Gesellschaftskonflikte, Urban Farming, Agrarindustrie aber auch um die Rolle der Frau in der Diskussion rund um die Zukunft auf dem Teller.

Alle Fotos (c) Bernhard Ludwig

Nominiert: Auf der Shortlist der besten PR-Bilder des Jahres

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Meine Fotografie-Arbeit für das Weingut Diel hat es auf die Shortlist zum besten PR-Bilder des Jahres geschafft.

Auf dem Schlossgut Diel kommen mit die besten Weine Deutschlands in die Flasche. Der Kopf dahinter, keine kapriziöse Schlossherrin, sondern eine unprätentiöse Winzerin mit Hang zur steilen Spitzenlage. Caroline Diel, die Weinmeisterin mit einer Leidenschaft für Tonschiefer, Kieselstein und Quarzite. Für diese Bodenständigkeit haben die Agentur Pretzlaw und ich uns für eine frische, leidenschaftliche Bild- und Ansprache entschieden, die die Bindungen zu allen Stakeholdern intensiviert.

Weitere Eindrücke von der Winzerin des Jahres 2020 an der Nahe

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Interview mit der Frankfurter Rundschau zum “Essen in der Zukunft”

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Für die Wochenendausgabe der Frankfurter Rundschau habe ich mit Valerie Eiseler über die digitale Revolution rund um unsere Teller gesprochen und die Investoren im Silicon Valley, die längst begriffen haben, dass im Essen das Geld steckt.

(…)

„Die investieren nicht nur in künstliche Intelligenz, sondern auch in leichtere Agrarmaschinen und Sensorik, die dann auch Gerüche und Geschmäcker wahrnehmen kann“, berichtet Hendrik Haase, Blogger und Food-Aktivist. Er beobachtet seit einigen Jahren die Digitalisierung des Essens. Die Gründerinnenszene im Agrarbereich zieht laut Haase vor allem im Silicon Valley der USA, in Tel Aviv und in der Shenzhen-Region in China enormes Kapital an. Und auch ein paar Schritte weiter in der Lebensmittelkette werfen Investoren nicht zu knapp mit Geld um sich. Im Fokus stehen hier Roboter für Gastronomie und autonome Lieferdienste.

Denn der Kerngedanke hinter diesen Investitionen ist es, Kreisläufe zu schließen. „Und dort wo Kreise geschlossen werden, entstehen Abhängigkeiten“, warnt der Aktivist. Er vergleicht die Lage mit der Situation der Medienbranche. Abhängigkeiten von zunächst unterschätzten digitalen Plattformen haben nicht nur die Medienlandschaft, sondern auch deren Machtverhältnisse verändert. Deshalb solle man sich schon jetzt für diesen Wandel in der Lebensmittelbranche wappnen, findet Haase. Das Hindernis: In Deutschland habe man immer noch nicht verstanden, wie Essen und Internet zusammenpassen. Selbst auf Fachmessen der Agrarindustrie stößt der stets mit einem Zylinder bekleidete junge Mann auf Unverständnis. „Aktuell wird man von der Industrie noch ausgelacht, wenn man mit selbstfahrenden Robotern auf dem Acker ankommt.“ 

Bei der Verschränkung von Digitalem und Essen geht es aber nicht nur um Maschinen, sondern vor allem um Daten. Es werden bereits massenhaft Daten rund um Lebensmittelproduktion, Vertrieb und Konsum gesammelt, Tendenz steigend. Entsprechend energisch erklärt Haase: „Wir denken immer noch, die Zukunft kommt mit einem Roboter durch die Tür gekracht – aber was wir nicht sehen ist, dass diejenigen, die jetzt schon Daten sammeln, bald in der Lage sind, Ketten zu schließen und daraus Vorhersagen zu treffen, wann Sie in Ihrem Homeoffice wahrscheinlich Hunger auf einen Müsliriegel haben und wie dieser aussieht.“

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Die Millionen Datenpunkte für derartige Vorhersagen speisen sich aus allen Bereichen rund um die Ernährung. Von den Satelliten- und Ackerdaten der Landwirtschaft über Transportwege bis hin zum Einkaufsverhalten. Auch Informationen aus smarten Küchengeräten, Bewegungsdaten des Smartphones auf dem Weg ins neue Restaurant oder der eigene Instagramfeed kommen hinzu. Allesamt Daten, die schon heute über die Server von Amazon und Co. laufen. Die Zukunft der Ernährung wird von den Algorithmen der Tech-Konzerne bestimmt werden – und bisher fehlt das europäische Verständnis, geschweige denn die Antwort dafür. 

„Deutschland war während der Industrialisierung ein Land, das durch seine Gründertätigkeiten hervorgestochen ist“, sagt Haase, „wir lassen uns heute aber weit überholen. Bei den Lebensmitteln werden wir Ähnliches erleben. Dass wir als Wirtschaftsstandort zwar noch für Produktion genutzt werden, aber nicht die Innovationen bringen, die der Markt braucht.“ Europa könne mit seiner Ackerfläche kaum mit Ländern wie Brasilien mithalten. Genauso wenig sei es sinnvoll, hier für den globalen Export Tiere zu mästen. Stattdessen müsse Europa mit Innovationen die Debatte voranbringen. Doch jene Start-ups, die in Deutschland genau das versuchen, verzweifeln laut Haase an den Hindernissen: „Die kriegen 20 000 Euro Förderung, davon können die gerade mal die Miete für ihr Büro zahlen.“ 

Zum Vergleich: In den USA habe man im vergangenen Jahr rund 16 Milliarden Dollar in Agrar-Start-ups gesteckt. In Deutschland waren es etwa 16 Millionen. „Das ist ein ganz anderes Spielgeld.“ Es fehle der Politik an Entschlossenheit. Es gehe nicht nur darum, über die Zukunft zu reden, sondern auch darum, sie zu gestalten. Als Sinnbild für das, was derzeit falsch läuft, nennt der Aktivist die Zukunftskommission von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). In diese Kommission seien keine jungen Gründerinnen oder Gründer geholt worden, die über die Zukunft nachdenken. Stattdessen werde er von Vertretern aus Politik und Industrie ausgelacht, wenn er das Thema auf Messen anspreche. „Und dann gucke ich auf mein Handy und sehe eine Pressemitteilung, dass Memphis Meats im Silicon Valley knapp 160 Millionen Venture-Capital Funding bekommen hat.“ 

(…)

Richtig eingesetzt könnten die gesammelten Datenmengen ein größeres Bewusstsein für einzelne Lebensmittel schaffen, irreführende Etiketten am Regal entlarven oder mit Hilfe von Sensorik genau über das Tierwohl im Stall informieren. Food-Aktivist Haase ist zudem überzeugt, dass eine angemessene Reaktion auf den Klimawandel nur mit digitalen Mitteln zu schaffen ist: „Wenn wir so große Themen wie Lebensmittelverschwendung angehen wollen, Entwicklungshilfe, Hunger, Selbstversorgung, Kontakt zum regionalen Bauern – dann stecken alle diese Themen in der Digitalität.“ 

Falls diese Chancen jedoch ungenutzt bleiben, könnten bestehende Konflikte rund um Ernährung durch die Digitalisierung eher zunehmen. Und bisher scheinen hierzulande wenige die Initiative zu ergreifen. Hendrik Haase blickt besorgt auf diese Entwicklung: „Ich sehe die deutsche Politik wahnsinnig schlecht aufgestellt. Die rennen hinterher. Wir brauchen eine europäische Technologie-Antwort beim Essen, die auf europäischen Werten basiert: Freiheit, Demokratie und Datenschutz.“

Live Talk: Führt Corona zu mehr Nachhaltigkeit?

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Die Corona-Krise verändert mit ungekannter Wucht den Alltag und das Leben von Millionen Menschen. Die persönlichen Bedürfnisse, der Konsum, die Produktauswahl und auch unser Kochverhalten verändern sich schlagartig.

Sebastian Heinz, Gründer der Rezept-Plattform Foodboom, und Jochen Matzer, Geschäftsführer der Agentur Red Rabbit fragen sich im Live-Talk welche Auswirkungen die Pandemie auf unsere Gesellschaft und die Wirtschaft im Lebensmittelsektor hat. Jeden Mittwoch sprechen sie live mit Gästen aus der Branche über die Folgen der Corona-Krise in der Food-Industrie.

Zum anstehenden Mission Talk haben die zwei den Food-Aktivisten Hendrik Haase, Followfood-Gründer Jürg Knoll und die Geschäftsführerin des Vereins Foodactive, Annika Schröder, zu Gast, um über folgendes Thema zu diskutieren: "Good Food: Führt Corona zu mehr Nachhaltigkeit?"

Warum wir ein Rettungspaket für die Vielfalt der Gastronomie in Deutschland brauchen –#wirsindgekommenumzubleiben

Die gastronomische Vielfalt ist ein enorm wichtiger Teil der Kultur dieses Landes! – vom Acker bis zum Teller.

Während große Fast-Food-Ketten nach der Corona-Krise vielleicht ein oder zwei Filialen zumachen müssen, stehen kleine Betriebe und die Gastronom*innen dahinter inkl. Team vor dem Ruin.

Es wird vor allem die kleinen, jungen und teils besonders innovativen Gastronom*innen treffen. Jetzt ist die Zeit dafür darüber zu reden welche Gastronomische Zukunft wir erhalten wollen. Wie monoton oder vielfältig sie aussehen soll?

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Mein Eindruck ist, dass es in der Politik kaum eine moderne Vorstellung von Gastronomie gibt. Ihre Bedeutung für Gesellschaft, Wirtschaft und Tourismus wird genauso unterschätzt, wie ihre Bedeutung als Innovationsraum für eine genießbare Zukunft.

Deswegen unterstütze ich den Zusammenschluss und gemeinsamen Kampf für den Erhalt der genussvollen Vielfalt in der Gastronomie u.a. zusammen mit Tim Mälzer, Kitchen Guerilla, Tim Raue, Salt & Silver und vielen anderen.

Gemeinsame Botschaft der Akteure:

Deutschlands Gastgewerbe hat sich vereint, um auf seine prekäre Lage aufmerksam zu machen. Mit dem Beschluss vom 6.5. ist zwar der Startschuss gefallen: Im Mai geht es endlich wieder los!  

Klar ist jedoch: Die wirtschaftliche Perspektive ist mit Auflagen weiterhin düster. Das Gastgewerbe ist kulturell und gesellschaftlich von riesiger Bedeutung. Wirtschaftlich auch: Rund 2,4 Millionen Menschen arbeiten in 220.000 Betrieben. Hinzu kommen tausende Arbeitsplätze bei Lieferant*innen, die davon abhängen, dass es in der Branche läuft.

Die Initiativen schlagen deshalb unter anderem einen Gastro-Rettungsfond für durch die Krise geschädigte Gastronomiebetriebe vor. Hinter der Aktion stehen selbstständige Gastronom*innen, Verbände, Medien, Dienstleister*innen, Lieferant*innen sowie bald 150.000 Bürger*innen, die die Forderungen mit ihrer Unterschrift unterstützen #wirsindbereit #restartGastro #leerestuehle

Unterstützt Eure Gastronom*innen!

https://www.openpetition.de/!restartGastro
https://www.change.org/wirsindbereit

https://www.leere-stuehle.de