Die Lebensmittelzeitung hat heute einen lesenswerten Artikel von Denise Klug veröffentlicht, der die Frage stellt, in wie weit KI in der Produktentwicklung der deutschen Lebensmittelbranche wirklich angekommen ist. Spoiler: noch nicht sehr weit.
Ausgangspunkt ist das Dubai-Schokolade-Phänomen. Der Hype startete im Herbst 2023 auf Social Media. Lindt und Lidl reagierten über ein Jahr später mit limitierten Aktionen. Die Mehrheit der Hersteller? Gar nicht. Das ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für einen Digitalisierungsstau, der die Branche durchzieht.
Diesen Befund haben wir bereits in unserem Digital Food Monitor 2025 dargelegt. Danach setzte bislang nur jedes neunte Unternehmen KI tatsächlich in der Produktentwicklung ein. 52 Prozent planen es nicht einmal.
Im Artikel komme ich mit drei Zitaten zu Wort, die meinen Blick auf das Thema gut zusammenfassen:
„In Zukunft ist der Produktentwickler Marketingstratege. Und der Marketingstratege ist Produktentwickler."
„Wer sich jetzt nicht mit dem Thema beschäftigt, ist womöglich bald nicht mehr dabei."
„Wenn es nicht die richtige Infrastruktur und kein Verständnis im Unternehmen gibt, nutzen Mitarbeiter ChatGPT und Co. auf ihren privaten Geräten. Dann landet das ganze Unternehmenswissen im Chat."
Der letzte Punkt ist einer, der in vielen Beratungsgesprächen unterschätzt wird. Das Risiko sitzt nicht in der Technologie selbst, sondern im ungeplanten, unkontrollierten Einsatz durch Menschen, die einfach ihre Arbeit erledigen wollen.
Den vollständigen Artikel gibt es hier zum Nachlesen.
