BBC-Interview zur Zukunft des Metzgerhandwerks in Deutschland

Mit der BBC habe ich über das Metzgersterben in Deutschland gesprochen und darüber wie LebensmittelhandwerkerInnen in Zukunft ihrer Produkte anbieten und erklären müssen um erfolgreich zu sein.

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“People are fed up with scandals and supermarket meat,” Haase says. “They want to spend their money on good food and look for that farm-to-table connection.”

Going forward, he says, butchers will need to find ways to bring this kind of openness to their businesses. Social media, production workshops and other forms of public outreach not only attract customers, they also generate interest in the field among potential new trainees. But if Germany’s butchers are unable to adapt, centuries-old traditions may be at stake.

“These recipes usually aren’t written down in a book somewhere – they’re in people’s heads,” Haase says. “If they give up, we lose so much of our culinary heritage. We are losing all these traditions the moment they close their doors.”

Brutzeln, was beim Bauern wächst ... Interview mit den WWF Juniors

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Einen Tag lang essen sie vegetarisch, an einem anderen probieren sie vegane Ernährung aus. Dann geht’s um die Wurst. Die Würstchen, die am Abend auf dem Grill liegen, stellen sie zuvor selber her.

So sieht das Programm des Sommercamps des WWF Deutschland an der Ostseeküste aus.

Mit Anton, Til, Bentje und Nicole spreche ich über‘s Fleisch essen und brutzeln.

Mehr Infos zu den coolen WWF Junior Camps gibt’s hier: https://camps.wwf-junior.de/

Kommentar in der Lebensmittelzeitung: Die Zukunft unserer Ernährung

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Kurz vor der Jahrtausendwende wurde ich vom Leiter der Computer AG meines niedersächsischen Gymnasiums angesprochen doch die Webseite eines örtlichen Konservenherstellers zu gestalten. Gesagt, getan. Mein erster Schülerjob als Designer wurde so zur ersten Begegnung mit der Lebensmittelindustrie. Es sind die Jahre, in denen Amazon in Deutschland anfängt erste Bücher online zu verkaufen.

Grüner Smoothie aus der Google Kantine, getrunken auf dem Campus.

Grüner Smoothie aus der Google Kantine, getrunken auf dem Campus.

20 Jahre später sitze ich im Silicon Valley in der Kantine von Google und bin erstaunt welche gesunde Vielfalt den größtenteils jungen MitarbeiterInnen geboten wird. Hier wird frischgepresst, gebrüht, gekocht und egal ob vegan, paleo oder laktosefrei, die Auswahl ist riesig. Am Abend lese ich in Cupertino unter anderem vor Apple-Mitarbeitern aus meinem Buch über „Die neue Fleischkultur“. Alle sind hier verrückt nach gutem Essen. „Food“ ist für viele der nächste Markt, der umgedreht oder „disrupted“ wird, wie man hier sagt. Am Tag zuvor habe ich in San Francisco jungen Food-Startups bei ihren Präsentationen zugehört. Beim Foodbytes Event ging es um Burger aus Pflanzen, die bluten können, Drohnen, die über Äcker fliegen und Smartphone gesteuerte Verkaufsautomaten, die keine Limonaden und Zuckerriegel anbieten, sondern frische, regionale Salate. Von meiner Food-Tour durch Kalifornien berichte ich live auf Instagram und begreife, dass die Lebensmittelwirtschaft vor einem enormen Wandel steht.

Luke Saunders der Gründer des Startups Farmer’s Fridge auf der Foodbytes Bühne in San Francisco

Luke Saunders der Gründer des Startups Farmer’s Fridge auf der Foodbytes Bühne in San Francisco

In Deutschland gelte ich oft genug noch als verrückter Foodie-Hipster, wenn ich genau wissen will, wo mein Essen herkommt und was wirklich drin steckt. Dabei bin ich inzwischen einer von sehr vielen, für die Lebensmittel wichtig und ganz selbstverständlich Teil des Lifestyles geworden sind. In den USA aber auch in den Niederlanden und Israel wird dies längst als Markt der Zukunft angesehen. Dort entstehen Food-Startup-Acceleratoren und Investoren unterstützen die neue Gründerszene mit Milliarden. In Deutschland sehe ich bei den meisten Funktionären und Politikern noch große Fragezeichen, wenn ich von diesen Entwicklungen berichte.

Bei meinen Vorträgen über die food-verrückte Generation der Millennials kann ich mittlerweile auf fast jeder Bühne, ob sie nun in Hannover, Braunschweig oder Osnabrück steht, ein regionales Craftbeer trinken. Damit nicht genug, an vielen dieser Orten finde ich immer öfter spannende GründerInnen für die „was mit Lebensmitteln“ das neue „was mit Medien“ geworden ist. Unterdessen klagt die klassische Lebensmittelindustrie über Nachwuchsmangel. In Berlin hat vor kurzem ein Handelskonzern die Hälfte seines Parkhauses geopfert um ein „Food-Tech Campus“ entstehen zu lassen. Hier sollen viele junge Start-ups Produkte der Zukunft entwickeln.

Die Garage in Los Altos, Kalifornien, in der Steve Jobs und Steve Wozniak den Apple Computer erfanden.

Die Garage in Los Altos, Kalifornien, in der Steve Jobs und Steve Wozniak den Apple Computer erfanden.

Wenn die Zukunft der Lebensmittelwirtschaft nicht nur im Silicon Valley sondern auch in Niedersachsen geprägt werden soll, brauchen wir dringend ein neues Verständnis und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen. Wir brauchen neue kreative Spielplätze auf denen Innovationen entstehen können. Wir brauchen neue Brückenpfeiler, die geeignet sind zwischen etablierten Unternehmen und der wilden Food-Startup-Welt Verbindungen und Kooperationen möglich zu machen. Und natürlich braucht die Zukunft Unterstützung von Politik, Behörden und der Industrie.

Während ich diesen Text schreibe ruft Julia von PIELERS an. Sie hat eine Onlineplattform aufgebaut die lokale Erzeuger mit Kunden vernetzt. Sie läd mich zur Fotosafari nach Norddeutschland ein. Das Ziel ist Bauern und Produzenten als neue Helden abzulichten und ihre Produkte für Instagram in Szene zusetzen. Dem Gründerteam geht es um nichts weniger, als das Amazon für gesunde Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu werden. Die Garage, in der die Zukunft der Lebensmittelwirtschaft Niedersachsens entsteht könnte also im Geestland stehen – wenn wir es wollen.

Live-Show: Küche 4.0 mit Max Thinius live in Köln

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Wie und was kaufen wir morgen ein? Stehen bald Roboter oder immer noch wir hinterm Herd? Liefern bald Drohnen oder die Bauern direkt den Einkauf nach Hause? Und wie wird unser Alltag sich insgesamt verändern?

Zusammen mit Futurologe Max Thinius habe ich Anfang Juni in der Kölner Zentrale der REWE Group live auf der Bühne über die Esswelten der Zukunft gesprochen.

Einen kleine Vorgeschmack liefert bereits der Auftakt unserer Mini-Serie in der wir bereits die vielen Themen anschneiden, die uns in Zukunft auf und neben dem Teller beschäftigen werden.

Fotoshooting: Iberico Westfalia

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Für die Online-Plattform PIELERS war ich als Fotograf in Münster zu Besuch auf dem Hof Vincke. Auf dem landwirtschaftlichen Schweinemast- und Ackerbaubetrieb in Alverskirchen, mitten im Münsterland leben mittlerweile vier Generationen. Seit neustem hält Bauer Christian Vincke auch Iberico Schweine im Freiland.

Aus dem besonders marmorierten Fleisch macht Christian Vincke fantastischen Schinken, der dem spanischem Vorbild in nichts nachsteht.

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Podcast: Von Palmöl über Butter bis Paleo – was ist gesundes Essen?

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Welches Essen ist gut oder schlecht, gesund oder ungesund? Ist Palmöl wirklich Gift? Und Paleo-Diät gesund? Und was kann eigentlich das deutsche Reinheitsgebot? Diesen Frage ging der Podcast Völlerei und Leberschmerz nach – live auf der re:publica, Deutschlands größter Digitalkonferenz.

Neben wir sind noch folgende Gäste in dieser Ausgabe des Podcasts dabei:

Panel: Welche Stimme haben Food-Start-Ups in der Politik? @ Food Innovation Camp 2019

Startups im Food-Bereich revolutionieren die Lebensmittelwirtschaft und sorgen nicht nur für frischen Wind im Regal und Onlineshop, sondern lösen auch die große Herausforderungen unserer Zukunft: von Nachhaltigkeit über Lebensmittelverschwendung bis hin zu mehr Transparenz und gesünderen Lebensmitteln. Weiß die Politik von diesem enormen Potential und versteht sie den Wandlungsprozess, der in der Food-Branche immer mehr an Fahrt aufnimmt? Welchen Bedarf haben Food-Startups und wie unterscheidet sich ihre Welt von der der klassischen Lebensmittelindustrie? Kann die richtige Politik helfen Hürden für die neue GründerInnengeneration abzubauen und ihren Weg zu unterstützen?

Auf dem Panel des Hamburger Food Innovation Camps 2019 habe ich mit Dr. Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg), Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie Stv. Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz), Manon Littek (Geschäftsführerin & CEO Katjesgreenfood), Sina Grizuhn (Mitgründerin und Geschäftsführerin von Hamburg Startup Monitors/StartupSpots Initiatorin des Food Innovation Camps) sowie Katharina Staudacher (Gründerin des Food Start Ups Foodloose)

NX-Food und die Kitchen Guerilla luden zur Beyond Meat Verkostung. Hendrik Hasse (Food-Aktivist), Renate Künast (MDB Bündnis 90 | Die Grünen) Fabio Ziemßen (NX-Food), Dr. Wladimir Klitschko (Klitschko Ventures) und Ralf Dümmel (DS Produkte | Die Höhle der Löwen).  (Foto: Stefan Groenveld)

NX-Food und die Kitchen Guerilla luden zur Beyond Meat Verkostung. Hendrik Hasse (Food-Aktivist), Renate Künast (MDB Bündnis 90 | Die Grünen) Fabio Ziemßen (NX-Food), Dr. Wladimir Klitschko (Klitschko Ventures) und Ralf Dümmel (DS Produkte | Die Höhle der Löwen). (Foto: Stefan Groenveld)

Panel-Diskussion: Die Zukunft des Essens braucht Ideen zur Annäherung von Stadt und Land

Foto: Rentenbank / Felix Jürgen Holland

Foto: Rentenbank / Felix Jürgen Holland

Wie viel Landwirtschaft steckt in der Stadt? war die Ausgangsfrage auf einem Podium in der Landesvertretung Niedersachsen Berlin auf das ich am 8.5. geladen war.

„Die Landwirtschaft steht aktuell an einem Scheideweg: Ökonomie und Ökologie müssen in Einklang gebracht werden. Gleichzeitig muss dieser Wandel aber für die Landwirte gestaltbar sein“, so die Landwirtschaftsministerin. Food-Blogger und Gründer Hendrik Haase wird noch deutlicher: „Die Menschen haben berechtigte Fragen zur Landwirtschaft. Die Branche hat es aber jahrzehntelang verschlafen, diese ehrlich zu beantworten.“

Viele junge Menschen fragen unterdessen nicht mehr nur, sondern versuchen selbst Antworten zu geben. Sie gründen Unternehmen, Start-ups oder schreiben und reden über die Zukunft auf unseren Tellern.

Politik, Verwaltung und Finanzinstitute können mit dem Bedarf von jungen Food-Unternehmen jedoch oftmals nicht Schritt halten.

„Wir müssen die Annäherung von Stadt und Land aktiv begleiten“, stellte die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast am Ende fest. „Und wenn dabei am Ende die Gründung eines Food-Valleys in Vechta herauskommt, dann ist das ein Erfolg.“

Das Online Magazin f3 hat ausführlicher über den Abend und die Diskussion geschrieben.

Interview zu Fake-Food im Schrot & Korn Magazin 5/2019

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Auf der Zutatenliste einer Geflügelwurst, die du kürzlich im Discount gefunden hast, stand „Separatorenfleisch“. Was ist das?

Ein Brei aus Fleischresten und Mark, der beim maschinellen Knochenputz entsteht. Im Prinzip sind das Teile aus denen man auch Fleischbrühe kocht. Nur trinken wir eben nicht so viel Brühe, wie anfällt.

Gefunden im Discounter: Separatorenfleischrolle mit üppigem Zusatzstofforchester.

Gefunden im Discounter: Separatorenfleischrolle mit üppigem Zusatzstofforchester.

Was ist denn schlecht am Separatorenfleisch? Ist doch eigentlich gut, wenn nichts weggeworfen wird.

Das Problem ist: Die Fett- und Wasseranteile in Separatorenfleisch brauchen Zusatzstoffe, damit sie wie Wurst zusammengekleben. Dann kommen noch Zusatzstoffe hinzu, die Geschmack und Aussehen optimieren, bzw. die mindere Qualität kaschieren. Auf der Zutatenliste stehen etwa „Gewürzextrakte“ oder „Aromen“. So entsteht eine essbare Substanz, ein Fake-Produkt, das nicht mehr sehr viel mit einem echten, handwerklichen Lebensmittel zu tun hat, aber eben so tut, als ob.

Das aktuelle Schrot & Korn Magazin 5/2019 findet sich in fast jedem Bio-Laden.

Das aktuelle Schrot & Korn Magazin 5/2019 findet sich in fast jedem Bio-Laden.

In welchen Produkten landen die rund 70000 Tonnen Separatorenfleisch, die jährlich in Deutschland anfallen?

Die Hersteller sagen, es kommt in Tierfutter oder ins Ausland. Tatsache ist: Es wird mehr davon hergestellt als verarbeitet wird. Es gibt Vermutungen über den Verbleib, jedoch gibt es keine Belege. Wenn allerdings nur zwei, drei Prozent Separatorenfleisch undeklariert in eine Wurst kommen, ermöglicht das bei großen, industriell vermarkteten Mengen ganz beträchtliche Gewinne.

Fällt das bei Lebensmittelkontrollen nicht auf?

Viele Hilfsmittel, die während der Herstellung eingesetzt werden, sind im Produkt nicht mehr nachweisbar. Zum Beispiel verkauft eine Firma Proteine aus Blutplasma und Kollagen an die Fleischindustrie. Auf ihrer Homepage werben sie damit, dass sie mit Proteinen die Qualität von Fleisch verbessern können. Doch welche Produkte gedopt sind, weiß niemand so genau.

Podcast: Neue Essenszeit - Ein Tischgespräch mit Holger Klein

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In den letzten fünf Jahren hat sich die Art, über Essen zu reden und Essen zu sehen stark verändert. Vor fünf Jahren haben Holger Klein und ich schonmal über Essen geredet (WR360), damals vor allem über meine Rolle als Slow-Food-Botschafter. Zwischenzeitlich hat sich bei mir eine Metzgerei (WR694) und ein Restaurant dazu gesellt. Auch sonst ist beim Thema Essen sehr viel passiert, beispielsweise die Entstehung zahlreicher Food-Startups. Wir haben uns nun wieder getroffen und über die neue Essenszeit geredet. Gegessen haben wir natürlich auch.

Im Podcast geht es unter anderem um: Rene Frank – Picnic – Naturwein – Dörrwerk – Justspices – Clean Meat – Clean Label – Gustavo Gusto – Marktschwärmer – Food Tech Campus

Semesterprojekt: Mensa-Essen an der Kunsthochschule Weißensee

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Auf Einladung der Kunsthochschule Weissensee in Berlin war ich in der letzten Woche zu einem Gastvortrag am Campus.

Die StudentInnen rund um Prof. Julian Adenauer beschäftigen sich dieses Semester mit der kulinarischen Situation in und um die Mensa der Hochschule. Nach ersten Umfragen wird das Angebot dort als nicht besonders gesund, zielgruppengerecht und lecker innerhalb der Studentenschaft wahrgenommen. 

Was die StudentInnen vorhaben: 

Wir wollen im Projekt "CrowdFood“  High Tech nutzen, um eine lebendige, gesunde Essenkultur und -infrastruktur zu konzipieren, in allen Aspekten zu gestalten und prototypisch umzusetzen.

Aufgetaut, verkocht, wässrig und nicht abgeschmeckt, so sieht leider die Realität vieler Mensen aus. Immerhin der Salat wird in Weißensee noch vor Ort zubereitet und aus echten Lebensmitteln geschnitten.

Aufgetaut, verkocht, wässrig und nicht abgeschmeckt, so sieht leider die Realität vieler Mensen aus. Immerhin der Salat wird in Weißensee noch vor Ort zubereitet und aus echten Lebensmitteln geschnitten.

Nahrungsaufnahme ist ein wiederkehrendes, regelmäßiges und absehbares Bedürfnis. Der Campus Weißensee bietet die idealen Voraussetzungen, um Technologien wie z.B. Machine Learning und Data Mining/Geo Fencing, etc… zu explorieren mit dem Ziel, die Bedürfnisse von Einzelnen, bzw. Gruppen mit den kulinarischen Angeboten der Stadt, eventuell auch mit dem saisonalen Lebensmittelangebot der Region zu vernetzen und neue flexible Versorgungsstrategien für den urbanen Raum zu entwickeln.

Neben der Auslotung von Technologien, die die kulinarischen Bedarfe der Weißenseer ermitteln, erahnen und bündeln helfen, sollen Partnerschaften mit Foodtucks, kulinarischen Kleinunternehmen, Urban+Vertical Gardening Partnern, etc.. aufgebaut werden, um die ökonomischen und logistischen Herausforderungen auch aus der Anbieter-Perspektive heraus zu verstehen und entsprechend sinnvolle und nachhaltige Konzepte entwickeln zu können.

Ziel ist es, diese neuen antizipatorischen Technologien zu nutzen, um flexible, abwechslungsreiche, saisonale Küchen zu organisieren, die paßgenau auf den Lebensrhythmus des Campus zugeschnitten sind.

Presse: Warum die neuen Fleischlabel zu kurz greifen

„Wer glaubt, das tiefgreifende Misstrauen der Verbraucher gegenüber der #Fleischindustrie durch ein oder zwei neue Aufkleber auf anonymen Plastikpackungen zu verbessern, der denkt aus meiner Sicht zu kurz.“

Neben Foodwatch, der Verbraucherzentrale Hamburg und Renate Künast habe ich mich im Stern zum neuen Fleischlabel geäußert. 

"Was wir brauchen, ist tatsächliche Transparenz von Acker bis Teller mit allen digitalen Möglichkeiten. Kunden müssen wieder lernen, was Qualität heißt. Die Politik und der Handel müssen noch mutiger werden."

Rückblick: "Vom Labor auf den Tisch - was passiert, wenn Fleischalternativen salonfähig werden?"

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Die Junge DLG stellte bei ihrer Veranstaltung während der DLG Wintertagung das Thema „Vom Labor auf den Tisch – was passiert, wenn Fleischalternativen salonfähig werden?“ in den Mittelpunkt. Zusammen waren wir auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie: Was bedeutet das Thema “Cleanmeat” für junge Landwirte und Landwirtinnen? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich für die Landwirtschaft durch Ernährungstrends?

Neue Trendstudie: Food ist der neue Pop & Ausdruck des individuellen Lebensstils

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Das Zukunftsinstitut hat 9 Thesen aufgestellt und 91 Innovationen zusammengetragen, die zeigen wie “zukunftsfähige Produktentwicklung gelingt.”

Die Studie beleuchtet die soziokulturellen Treiber, Widerstände und Trends, die für Innovation entscheidend sind. Sie stellt exemplarische Produkte vor, die einen wirklichen Mehrwert schaffen und somit die Zukunft formen. „Future Products“ eben. Mit ihrem ganzheitlichen Blick zeigt sie, was Unternehmen beachten müssen, um echte Innovationen hervorzubringen – und welche Produkte in Zukunft erfolgreich sein werden.

Ich komme bei These 9 zu Wort. Das Interview findet sich auch hier im Blog. Die Trendstudie bietet auf rund 150 viele spannende Aussichten und Entwicklungen. Sie kann hier erworben werden.

These 9 der neuen Trendstudie “Future Products” vom Zukunftsinstitut

These 9 der neuen Trendstudie “Future Products” vom Zukunftsinstitut

Warum der Kampf der SPD für Dumpingpreise beim Essen in Berlin falsch ist

Ich habe angefangen auf dem Wochenmarkt und direkt beim Bauern einzukaufen als ich Student war und von 600 Euro im Monat gelebt habe.

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Zu dieser Zeit habe ich auch angefangen Schlachthäuser, Agrarbetriebe und Fabriken zu besuchen, in denen unsere Lebensmittel entstehen. Von einigen Orten bin ich geschockt über die Arbeitsbedingungen und Produktionspraktiken zurückgekehrt. Ich habe gesehen auf wie viel Leid und Ausbeutung das System Discounter und „billige Lebensmittel“ aufbaut. Ich habe gesehen wie ungesund es uns und unseren Planeten macht. Ich habe gesehen wie es Familien, die Landwirtschaft und das Handwerk zerstört.

In dieser Zeit entstand der Wille es anders zu machen. Lebensmittel ohne Ausbeutung. Ohne Zusätze. Fair. Im Schulterschluss von Acker bis Teller.

Aus dieser Motivation und Überzeugung habe ich zusammen mit einem Metzgermeister 2015 ein Unternehmen gegründet, für das wir von der Branche und Innungsverbänden zunächst ausgelacht wurden.

Innerhalb nur weniger Jahre hat dieses Unternehmen Arbeitsplätze für 30 Frauen und Männer geschaffen, Lehrlinge ausbildet und gilt mittlerweile als Symbol für die Rettung des Metzgerhandwerks in Deutschland. Ein Handwerk dessen Zerstörung sich Discounter seit Jahren erfolgreich verschrieben haben.

Kumpel & Keule als buntes Team zu Besuch bei den Bauern, die von unserer gemeinsamen Wertschöpfung leben und bäuerliche Landwirtschaft erhalten können.

Kumpel & Keule als buntes Team zu Besuch bei den Bauern, die von unserer gemeinsamen Wertschöpfung leben und bäuerliche Landwirtschaft erhalten können.

Menschen aus vielen Kulturkreisen und unterschiedlichsten Herkünften und Sprachen arbeiten bei Kumpel & Keule. In diesem Unternehmen haben bereits Schüler, Geflüchtete und Gäste aus ganz Europa Praktika gemacht. Dieses Unternehmen zahlt Steuern in Berlin und investiert die Gewinne in weitere für alle offenen Unternehmungen im Kiez. Dieses Unternehmen inspiriert heute Metzger, Gastronomen, Händler und zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt Lebensmittel und Handwerk neu zu denken.

Dieses Unternehmen ist Anlaufpunkt vieler Landwirte und Bäuerinnen, die die zerstörerische Preisdrückerei der Discounter satt haben. Unser Unternehmen unterstützt durch den Verkauf und die Wertschöpfung Bauernfamilien vor den Toren Berlins und darüber hinaus. Es ermöglicht diesen Familien eine zukunftsorientierte Landwirtschaft zu betreiben.

Unser Unternehmen bietet Waren an, die einen wahren Preis haben. Einen Preis von dem alle entlang der Lieferkette leben können. Es ist ein echter Preis. Ein Preis, der für die Zukunft der deutschen Landwirtschaft steht, für faire Arbeitsbedingungen, für den Erhalt eines fairen Renten- und Sozialsystems und für ein lebenswertes Miteinander vom Land bis in die Stadt.

Es ist ein Skandal, dass die Sozialdemokratie Unternehmungen wie das unsere nun als reinen „Luxus“ defamiert und den Discounter als Robin Hood des Kiezes ehrt.

Einkauf auf dem Wochenmarkt bei regionalen Händlern ist “Luxus” für die SPD in Kreuzberg-Friedrichshain.

Einkauf auf dem Wochenmarkt bei regionalen Händlern ist “Luxus” für die SPD in Kreuzberg-Friedrichshain.

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Wer Unternehmen wie das unsere als reinen Luxus sieht, sagt damit, dass gute, saubere und faire Lebensmittel nunmal nicht für alle da sind.

Die SPD spricht damit ganzen Bevölkerungsgruppen ab sich gesund und fair zu ernähren und treibt damit die Spaltung der Gesellschaft voran.

Anstatt für eine gerechte Sozial- und Ernährungspolitik zu kämpfen werden Unternehmer wie ich zum Sündenbock für eine verfehlte Politik gemacht.

Es kann nicht sein, dass die Sozialdemokratie zum Protest für einen Konzern aufruft, dessen Preise auf Preisdumping und Zerstörung unserer Zukunft basieren und dessen Gewinne aus der Stadt abfließen.

Es ist für mich unbegreiflich, dass die Sozialdemokratie zu einem Protest gegen diejenigen aufruft, die für eine gerechteres uns sozialeres Lebensmittelsystem kämpfen und dafür mit ihrer Existenz einstehen.

“Geh sterben” - Demonstranten raten mir als “Food-Hipster” zum Selbstmord

“Geh sterben” - Demonstranten raten mir als “Food-Hipster” zum Selbstmord

Ein Protest, der in den letzten Wochen mit Fake News, Unwahrheiten, Hatespeech und teils mit xenophoben Beleidigungen Stimmung gegen mich, die Händler und Betreiber der Markthalle aufgefallen ist.

Die SPD stellt sich in die Reihe derer, die mich allein aufgrund meines Bartes und Hutes zum Hipster-Hassobjekt erklären und die ihre Frustration und Hass gegen alles und jeden richten, der für einen Wandel steht, wie auch immer er aussieht.

Die SPD stellt sich in die Reihen derer, die mir auf ihren Protestplakaten raten mich am besten umzubringen. (Auch wenn sie sich inzwischen gegen Beleidigungen ausspricht.)

Das werde ich nicht tun!

Ich kämpfe weiter für das Ziel: Gutes Essen für alle und das nicht auf Kosten anderer oder unserer Zukunft.

Wir müssen darüber sprechen warum viele Teile unserer Gesellschaft sich keine Lebensmittel zu einem echten Preis leisten können. Nicht darüber wie wir diejenigen am Leben erhalten, die Preisdumping betreiben und unsere Gesellschaft weiter spalten.

In anderen Vierteln wie hier im Chamissokiez stehen Gentrifizierungsgegner zusammen mit regionalen Bauern und Wochenmarkteinkäufern auf der Straße.

In anderen Vierteln wie hier im Chamissokiez stehen Gentrifizierungsgegner zusammen mit regionalen Bauern und Wochenmarkteinkäufern auf der Straße.